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Die beiden eng benachbarten Klöster am Bickentor gingen aus Beginengemein- schaften
frommer Frauen hervor, die auf eigene Faust ein religiöses Leben ohne Regel und Klausur führten.
Die Vettersammlung, seit 1236 nachweisbar, bezog nach 1255 ein Haus des Villinger Bürgers Vetter und leitete davon den Namen ab. Sie suchte bei den
Rottweiler Dominikanern geistlichen Beistand und übernahm deren dritte Regel. Andere dominikanisch orientierte Frauengemeinschaften der Stadt schlossen sich nach und nach an, so dass sich langfristig nur
die Vetternsammlung in der Bärengasse halten konnte. Dort erinnern Baureste im hinteren Hofbereich von St.Ursula an die Kirche und das Kloster der Dominikanerinnen. Kunstgegenstände und Bücher
blieben ebenfalls noch von dem 1782 aufgehobenen Kloster übrig.
1278 taten sich fromme Frauen zusammen, die sich nach Idealen des heiligen Franz von Assisi und dem Vorbild der hl. Elisabeth ausrichteten und vor allem
Kranke betreuten. Sie lebten bis 1480 als eine Art Laiengemeinschaft in einem Haus am Bickentor
und wurden von den Villinger Franziskanern geistlich betreut. Anfangs des 14. Jahrhunderts schlossen sich diese Frauen dem 3. Orden des hl. Franziskus an und nahmen mit der Zeit auch andere franziskanisch lebende lebende Gemeinschaften der Stadt auf. Erst 1479/80 setzte eine Anweisung des Papstes Sixtus IV. durch, dass am Bickentor das reguläre Kloster St.Klara mit strenger
Klausur und persönlicher Besitzlosigkeit entstand.
nach Hermann Brommer, St.Ursula Villingen, Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2002
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